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Ivan Repušić

Ivan Repusic © Studio Mierswa-Kluska

Der kroatische Dirigent Ivan Repušić (geboren 1978) wurde an der Musikakademie in Zagreb bei Vjekoslav Šutej ausgebildet und verfolgte weitere Studien bei Jorma Panula und Gianluigi Gelmetti. Dazu kamen Assistenzen am Badischen Staatstheater Karlsruhe bei Kazushi Ōno und an der Deutschen Oper Berlin bei Donald Runnicles. Seine eigentliche Karriere startete Ivan Repušić 2002 am Kroatischen Nationaltheater in Split, dessen Chefdirigent und Operndirektor er von 2006 bis 2008 war. Dort erarbeitete er sich insbesondere ein großes italienisches Repertoire, das ihn nach wie vor auszeichnet. Grundlegende Erfahrungen sammelte er auch als Musikalischer Leiter (Music Programme Director) bei den Sommerfestivals in Split und Dubrovnik. Eine lange Freundschaft verbindet ihn mit dem Zadar Chamber Orchestra, dessen Chef er seit 2005 ist. Überdies unterrichtete Ivan Repušić bis 2017 als Lehrbeauftragter an der Akademie der Schönen Künste der Universität in Split.

Von 2010 bis 2013 war Ivan Repušić Erster Kapellmeister und von 2016 bis zum Sommer 2019 Generalmusikdirektor an der Staatsoper Hannover. Zuletzt leitete er dort u.a. Manon Lescaut, den Fliegenden Holländer, Salome, Aida und La damnation de Faust. 2011 gab Ivan Repušić mit Puccinis La bohème sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin, wo er nachfolgend als Erster ständiger Gastdirigent zentrale Werke des Repertoires präsentierte, so Die Zauberflöte, Lucia di Lammermoor, Macbeth, La traviata, Un ballo in maschera, Tosca, Turandot, Cavalleria rusticana/Pagliacci, Evgenij Onegin, Carmen und Tannhäuser. Des Weiteren war Ivan Repušić beispielsweise an der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Komischen Oper Berlin und dem New National Theatre Tokyo sowie beim Orchestra sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, bei den Brüsseler Philharmonikern, den Prager Symphonikern sowie der Slowenischen Philharmonie und den Zagreber Philharmonikern zu erleben.

Zum Beginn der Spielzeit 2017/2018 übernahm Ivan Repušić das Amt als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters. In seinem Antrittskonzert setzte er mit Verdis Luisa Miller den Auftakt zu einem Zyklus von frühen und selten gespielten Verdi-Opern, der mit I due Foscari und Attila fortgeführt wurde. Die Live-Mitschnitte davon sind jeweils bei BR-KLASSIK erschienen – ebenso wie z.B. das Requiem von Maurice Duruflé und das Kroatische glagolitische Requiem von Igor Kuljerić. Weitere Highlights waren Gastspiele in Budapest, Ljubljana und Zagreb sowie eine Tournee mit Diana Damrau. Neue Repertoire-Horizonte eröffnete Ivan Repušić neben dem Kroatischen glagolitischen Requiem auch mit Jakov Gotovacs komischer Oper Ero der Schelm, deren Einspielung ebenfalls vorliegt. Zudem wird auf Initiative von Ivan Repušić jeweils ein Artist in Residence pro Saison eingeladen.
Im Juli 2020 erhielt Ivan Repušić für ein Gastspiel mit dem BR-Chor und dem Münchner Rundfunkorchester in Zagreb den Vladimir-Nazor-Preis 2019, einen der wichtigsten Kulturpreise Kroatiens.

Zwischenzeitlich hat Ivan Repušić seinen ursprünglich bis zur Saison 2019/2020 reichenden Vertrag um drei Jahre, also bis Sommer 2023, verlängert.

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