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Giuseppe Verdi: „I due Foscari“

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Giuseppe Verdi: I due Foscari
Opern in drei Akten (konzertant)

Nach Giuseppe Verdis Oper Luisa Miller, mit der Ivan Repušić am 24. September 2017 seinen Einstand als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters gab, präsentiert er jetzt ein weiteres der weniger bekannten Meisterwerke des italienischen Opernkomponisten. Die konzertante Aufführung von Verdis frühem Bühnenwerk I due Foscari wurde am 25. November 2018 mitgeschnitten. Wieder sorgen hervorragende Interpreten für authentisches Fluidum und vokale Klangpracht. Für die Partie des Dogen von Venedig konnte kein Geringerer als der vielfach ausgezeichnete italienische Bariton Leo Nucci gewonnen werden.

Verdis frühes Meisterwerk I due Foscari war die erste seiner Opern, die er für das renommierte Teatro Argentina in Rom schrieb. Schon für einen früheren Auftrag des Teatro La Fenice in Venedig hatte er sich mit dem Stoff – Lord Byrons Drama The two Foscari – beschäftigt; schließlich war dort aber im März 1844 sein Ernani herausgebracht worden. Nachdem im Herbst des gleichen Jahres ein erstes Sujet von der römischen Zensur abgelehnt worden war, kam Verdi auf die Foscari zurück und ließ sich von Francesco Maria Piave, der bereits das Libretto zu Ernani geliefert hatte und ihm später weitere berühmt gewordene Operntexte dichten sollte, den Text schreiben. Verdis Partitur bebildert in barkaroleartigen Rhythmen die Lagunenstadt; erstmals verwendete er auch thematische Reminiszenzen in seiner Musik. Obgleich die Uraufführung am 3. November 1844 nur mäßig erfolgreich war und sich Verdi später sogar von seinem Werk distanzierte, sollte die Oper bis in die 1870er Jahre hinein häufig aufgeführt werden; in den frühen 1950er Jahren wurde sie wiederentdeckt und gehört seitdem zum internationalen Opernrepertoire.

Bei der konzertanten Aufführung (in italienischer Originalsprache) im Münchner Prinzregententheater wurde – so die Fachpresse – „die Erkenntnis umjubelt, dass schon 1844 ein junger italienischer Komponist mit seinem Librettisten in der eigenen Geschichte ein erschütterndes Beispiel fand und daraus eine Oper formte, die nur bislang selten gespielt wird – wenn man es nicht macht wie die Reihe des Münchner Rundfunkorchesters, unterschätzte Musiktheaterwerke durch Maßstäbe setzende Aufführungen zu beleben: […] nun also Giuseppe Verdis I due Foscari. […] Inmitten der Gärungen vor der Revolution von 1848 entlarven Francesco Maria Piave und der 31-jährige Verdi ein politisches Ränkespiel des Jahres 1457, aus der Blütezeit der Seemacht Venedig.“ (nmz) – Ivan Repušić dirigiert einen echten Theater-Verdi: vital, robust, feurig und höchst lebendig.

Mitwirkende

Guanqun Yu, Sopran – Lucrezia
Bernadett Fodor, Mezzosopran – Pisana
Ivan Magrì, Tenor – Jacopo Foscari
István Horváth, Tenor – Barbarigo
Leo Nucci, Bariton – Francesco Foscari
Miklós Sebestyén, Bassbariton – Loredano
Moon Yung Oh, Tenor – Diener
Matthias Ettmayr, Bass – Diener

Chor des Bayerischen Rundfunks
Howard Arman, Einstudierung

Münchner Rundfunkorchester
Ivan Repušić, Leitung

Juli 2019
2CDs, BR-KLASSIK 900328

 

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