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StartseiteHome Sonntagskonzert „I due Foscari“

Verdis „I due Foscari“ im Sonntagskonzert

Giuseppe Verdi 1867 von Charles-Alphonse Deblois (Wikimedia Commons Public Domain)
Giuseppe Verdi (1813–1901)

Verdis Oper I due Foscari – ein Politkrimi nach Noten

Im 2. Sonntagskonzert dieser Saison am 25. November 2018 im Prinzregententheater erklingt Giuseppe Verdis Oper I due Foscari mit Leo Nucci in der Rolle des venezianischen Dogen Francesco Foscari. Chefdirigent Ivan Repušić setzt damit seine Reihe mit frühen Verdi-Opern fort. Hier drei gute Gründe, warum es sich lohnt, die selten gespielte Komposition anzuhören.

  • Das Thema: Es muss nicht immer der sonntägliche Tatort im Fernsehen sein: Mit Verdis Oper I due Foscari bietet das Münchner Rundfunkorchester am 25. November einen Politkrimi nach Noten. Schauplatz des Geschehens: Venedig im 15. Jahrhundert. Der junge Jacopo Foscari ist des Mordes angeklagt. Sein Vater, der Doge Francesco Foscari, hat über ihn zu richten. Politische Zwänge stürzen alsbald die ganze Familie ins Unglück. Und Loredano, der Gegenspieler der Foscari, gewinnt seinen persönlichen Rachefeldzug. In seiner sechsten Oper – uraufgeführt 1844 – experimentierte Giuseppe Verdi mit dunklen Farben und venezianischem Lokalkolorit, um diese geradezu bestürzend moderne Handlung zu vertonen.
  • Die Besetzung: Der Bariton Leo Nucci, der die Rolle des Francesco Foscari übernimmt, zählt zu den großen Stars der Opernwelt. Seit über vierzig Jahren ist er der Mailänder Scala eng verbunden, wo er in jüngerer Zeit zum Beispiel die Titelpartien in Verdis Rigoletto und Simon Boccanegra gestaltete. Darüber hinaus ist Leo Nucci Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Nach wie vor begeistert der Künstler, den man auch aus Opernfilmen kennt, mit seiner Darstellungskraft. Die Partie von Jacopo Foscaris Frau Lucrezia singt die chinesische Sopranistin Guanqun Yu. Schon an der Seite von Plácido Domingo in Valencia verkörperte sie diese Figur, und auch bei den Salzburger Festspielen 2017 war sie damit zu erleben.
  • Die Bedeutung der frühen Verdi-Opern: Giuseppe Verdi – das ist mehr als das berühmte Dreigestirn Rigoletto, Il trovatore und La traviata. Und auch mehr als der Gefangenenchor aus Nabucco oder die schmetternden Trompeten im Triumphmarsch von Aida. Ganze zehn Opern schrieb der Komponist allein in den fünf Jahren vor der Revolution von 1848. Nicht umsonst sprach er später von seinen „Galeerenjahren“. Verdi entwickelte in dieser Zeit die Formensprache der italienischen Oper entscheidend weiter. Chefdirigent Ivan Repušić ist fasziniert von diesem Repertoire: „Frühe Verdi-Opern werden an den großen Häusern selten gespielt. Unsere Besetzung mit rund 55 Musikern ist ideal für diese Werke. Ihre Klangsprache stellt große Anforderungen an das Zusammenspiel.“ Mit Luisa Miller haben er und das Münchner Rundfunkorchester in der vergangenen Saison bereits bewiesen, dass es sich lohnt, in die unbekannte Klangwelt des jungen Verdi einzutauchen.

2. Sonntagskonzert 2018/2019

25. November 2018, 19.00 Uhr
Prinzregententheater, München

Mehr Infos zum Konzert

Tickets online

 

Francesco Hayez, Die zwei Foscari 1852-1854 (Wikimedia Commons Public Domain)
Der Doge Francesco Foscari schickt seinen Sohn Jacopo in die Verbannung. Gemälde von Francesco Hayez, 19. Jahrhundert
Lord Byron, 1873 (Wikimedia Commons Public Domain)
Von dem englischen Schriftsteller Lord Byron stammt die literarische Vorlage zu Giuseppe Verdis Oper „I due Foscari“.
Francesco Maria Piave (Wikimedia Commons Public Domain)
Francesco Maria Piave schrieb das Libretto zu der Oper.
I due Foscari (Bibliothèque municipal de Lyon)
Französisches Werbeplakat für Notenausgaben zu „I due Foscari“
Achille De Bassini, der erste Doge in I due Foscari (Wikimedia Commons Public Domain)
Achille De Bassini, der erste Darsteller des Dogen Francesco Foscari auf der Opernbühne

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