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Alexander Zemlinsky: Eine florentinische Tragödie

Alexander Zemlinsky: Eine florentinische Tragödie

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Guido Bardi, der Sohn des Herzogs von Florenz, kniet vor Bianca, der Ehefrau des reichen Kaufmanns Simone, und hält ihre Hände. Da betritt Simone, vorzeitig von einer Geschäftsreise zurückgekehrt, den Raum. – Gleich der Beginn von Alexander Zemlinskys einaktiger Oper Eine florentinische Tragödie nach Oscar Wildes A Florentine Tragedy in der deutschen Übertragung von Max Meyerfeld zeigt den Konflikt, aus welchem die Tragödie erwächst. Das Bühnenwerk des viele Jahrzehnte in Vergessenheit geratenen österreichischen Komponisten erlebte seine Uraufführung am 30. Januar 1917 in Stuttgart und wurde erst 1977 wieder aufgeführt. Die vorliegende CD von BR-KLASSIK dokumentiert die Münchner Erstaufführung mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Patrick Hahn, die am 27. November 2022 im Prinzregententheater live aufgezeichnet wurde.

Mit der Florentinischen Tragödie lehnte sich Zemlinsky vergleichsweise spät, aber doch keineswegs aus der Zeit gefallen, an die Renaissance- und Einakter-Moden der Jahrhundertwende an. In jener Form war Richard Strauss mit Salome und Elektra maßgeblich hervorgetreten, bei Salome zudem mit Oscar Wilde als Autor der literarischen Vorlage. Zemlinsky scheint sich dem Vergleich mit Strauss von den ersten Tönen an offensiv zu stellen. Eine „aufpeitschende Fanfare“ liefert den Auftakt zu einer orchestralen Einleitung, die sich unschwer als musikalische Abbildung des Liebesspiels deuten lässt. Beim Übergang zum eigentlichen Bühnengeschehen wechselt Zemlinsky in eine düstere Moll-Atmosphäre. Mit Simones Auftritt  – so legt es die Musik nahe – steht bereits fest, dass die Handlung nicht anders als tragisch enden kann. Unklar ist nur, für wen …

In der Münchner Erstaufführung von Zemlinskys Eine florentinische Tragödie interpretierte Rachael Wilson (Mezzosopran) die Bianca, Benjamin Bruns (Tenor) den Prinzen Guido Bardi und Christopher Maltman (Bariton) den Kaufmann Simone. Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung des jungen Österreichers Patrick Hahn, der seit der Saison 2021/2022 Erster Gastdirigent des Münchner Rundfunkorchesters ist. Er gilt als Shootingstar in der Dirigentenszene, wurde 2021 als damals jüngster GMD im deutschsprachigen Raum nach Wuppertal verpflichtet und wirkt seit 2024 auch als Erster Gastdirigent des Royal Scottish National Orchestra.

Mitwirkende

Christopher Maltman – Simone, Kaufmann
Rachael Wilson – Bianca, Simones Frau
Benjamin Bruns – Guido Bardi, Prinz von Florenz

Münchner Rundfunkorchester
Patrick Hahn, Leitung

April 2024
CD BR-KLASSIK 900347

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