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StartseiteHome Klassik in Bayern
Gastkonzerte

Klassik in Bayern

Die Residenz- und Schlösser-Tournee des Münchner Rundfunkorchesters

Samstag, 14.5.2022, 19.00 Uhr
Oberschleißheim, Neues Schloss Schleißheim

Programm

Richard Wagner
Siegfried-Idyll

Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216

Ludwig van Beethoven
Konzertfragment für Violine und Orchester C-Dur, WoO 5

Joseph Haydn
Symphonie Nr. 6 („Le matin“)

Mitwirkende

Veronika Eberle, Violine

Münchner Rundfunkorchester

Ivan Repušić, Leitung

Veronika Eberle © Felix Broede
Veronika Eberle

Zu den Mitwirkenden

Seit ihrem Debüt 2006 bei den Osterfestspielen Salzburg mit dem Beethoven-Violinkonzert und den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle hat die deutsche Geigerin Veronika Eberle eine internationale Laufbahn eingeschlagen und arbeitet mit vielen großen Dirigenten und renommierten Orchestern zusammen, darunter das London Symphony Orchestra, das Concertgebouworkest Amsterdam, das New York Philharmonic und das Gewandhausorchester Leipzig. Neben den Klassikern der Konzertliteratur gehört zu ihrem Repertoire auch ein Violinkonzert von Toshio Hosokawa, das sie 2021 in der Elbphilharmonie uraufgeführt hat und seitdem regelmäßig in ihren Konzertprogrammen präsentiert.

Mehr zum Programm

Schlösser und Residenzen, Fürsten und Kaiser – sie waren Kraftquellen, Inspiration und Brennpunkte für die Entfaltung von Musik und Kunst. So fand etwa Richard Wagner im bayerischen König Ludwig II. einen Mäzen und künstlerisch Gleichgesinnten. Sein Siegfried-Idyll entstand 1870 als Geburtstagsständchen für seine geliebte Cosima in Tribschen bei Luzern, wo Richard Wagner seit 1866 dank der großzügigen Zuwendungen Ludwigs II. leben und arbeiten konnte. Der Titel verweist auf den Siegfried aus dem Ring des Nibelungen, aus dem auch die Themen (Reinheit-Motiv, Liebesglück-Motiv u. a.) stammen, und er spielt an auf ihren gemeinsamen Sohn Siegfried, der nur ein Jahr zuvor geboren wurde.

Wie kaum ein anderer kannte Wolfgang Amadé Mozart die Schlösser und Residenzen Europas, zu denen er mit seiner Familie als Wunderkind und auf der Suche nach Anstellung gereist war. Legendär ist der Besuch des Sechsjährigen in Schloss Schönbrunn, wo er nach meisterlichem Geigenvortrag Marie Antoinette einen Heiratsantrag machte und der Kaiserin Maria Theresia „auf den Schoß gesprungen“ sein und sie „rechtschaffen abgeküsst“ haben soll. Als Heranwachsender bekleidete er dann die Konzertmeisterstelle in der Salzburger Hofkapelle, wo er 1775 als knapp 20-Jähriger das G-Dur-Violinkonzert KV 216 vermutlich für den eigenen Vortrag komponiert hatte.

Ungefähr im selben Alter war Ludwig van Beethoven, als er 1790 begann, an einem Violinkonzert in C-Dur zu arbeiten. Zu dieser Zeit gehörte er der Hofkapelle des Kurfürsten Maximilian Franz in Bonn als Bratschist und Organist an. Die Erfahrungen im Orchesterspiel, die Beethoven hier sammelte, sind sicherlich in die Komposition eingeflossen, auch wenn das Konzert unvollendet blieb. Das Fragment (WoO 5) gilt heute als wichtige Etappe auf Beethovens Weg zum D-Dur-Violinkonzert, wobei er Virtuosität und Gesanglichkeit perfekt verschmelzen lässt.

In Bonn konnte Beethoven schon bald nichts mehr lernen, er musste nach Wien in die Stadt Mozarts und des Kaisers. Dabei half Joseph Haydn, der 1792 von London kommend Station in Bonn machte und mit Beethoven gemeinsam weiter nach Wien reiste. Dort sollte dieser als sein Schüler „Mozart’s Geist aus Haydns Händen“ erhalten. Von Haydn konnte man lernen, denn spätestens seit dem sensationellen Erfolg seiner Londoner Symphonien galt er europaweit als Star. Weit über hundert hatte er da schon geschrieben, und zu den ganz frühen unter ihnen zählen drei Tageszeitensymphonien, die er über 30 Jahre zuvor gleich nach Amtsantritt als Vizekapellmeister auf Schloss Esterházy präsentierte. Die Morgen-Symphonie (Le matin) besticht durch ihre zahlreichen frischen Solopassagen und den instrumentalen Sonnenaufgang der langsamen Einleitung. Ein Beispiel für den typisch Haydn’schen Humor findet sich im zweiten Satz, der eine morgendliche Gesangsstunde imaginiert: So wohlklingend können bei Haydn falsche Noten sein …

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