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kammerkonzert „cellissimo“
werke der französischen romantik

Amedeo Modigliani – Der Cellist_Wikimedia Commons Public Domain
„Der Cellist“. Gemälde von Amedeo Modigliani (1909)

Der warme Klang des Violoncellos hat einen ganz besonderen Zauber – umso mehr, wenn gleich mehrere davon vereint sind. Das letzte Kammerkonzert des Freundeskreises des Münchner Rundfunkorchesters in dieser Saison am 20. Juni steht daher unter dem Motto „Cellissimo“: Uladzimir Sinkevich und Alexandre Vay aus dem Münchner Rundfunkorchester sowie Gerhard Zank aus dem Bayerischen Staatsorchester spielen Werke der französischen Romantik für zwei und drei Violoncelli. Gefördert wird dieses Konzert von der Stiftung Palazzetto Bru Zane (Centre de musique romantique française), mit der das Münchner Rundfunkorchester bei der Wiederentdeckung von Opern aus dem 19. Jahrhundert schon mehrfach zusammengearbeitet hat.

Den Auftakt bildet das Trio für drei Violoncelli von Anton Reicha aus dem Jahr 1807. Der gebürtige Prager wirkte eine Zeit lang als Flötist in Bonn, wo er mit Beethoven Freundschaft schloss, sowie in Wien. Fast drei Jahrzehnte aber lebte er in Frankreich und prägte dort als Lehrer von Hector Berlioz, Franz Liszt, Charles Gounod und César Franck nachhaltig das Musikleben. Heute kennt man ihn vor allem dank seiner formvollendeten Bläserquintette.

Auch Jacques Offenbach, der aus Köln stammte, fand in Frankreich eine Heimat. Als Begründer eines neuen Genres, der Opéra bouffe, hat er dem Musiktheater eine vergnügliche Facette hinzugefügt; Orphée aux enfers (Orpheus in der Unterwelt) zählt zu seinen wichtigsten Schöpfungen. Als regelrechten „methodischen Kurs“ aber veröffentlichte er, der selbst ein Virtuose auf dem Violoncello war, 24 Duette für dieses Instrument. Ein Beispiel daraus (op. 53 Nr. 2) verdeutlicht Offenbachs Sinn für klangliche Eleganz.

Der vielseitig begabte Fernand de la Tombelle (1854–1928) ist hierzulande kaum dem Namen nach ein Begriff. Als Konzertorganist trat er in ganz Frankreich auf; und an der Pariser Schola Cantorum, die er gemeinsam mit Vincent dʼIndy und anderen als private Musikhochschule gründete, lehrte er Harmonielehre. In seiner Suite für drei Violoncelli sind nochmals alle drei Interpreten dieses Kammerkonzerts gemeinsam zu hören.

Weitere Infos zum Konzert

 

Uladzimir Sinkevich (c) David Ausserhofer
Uladzimir Sinkevich, Solocellist des Münchner Rundfunkorchesters
Alexandre Vay (c) Alexandre Vay
Alexandre Vay, Stellvertretender Solocellist des Münchner Rundfunkorchesters
Anton Reicha (Wikimedia Commons Public Domain)
Der Komponist Anton Reicha (1770−1836)
Jacques Offenbach (Wikimedia Commons Public Domain)
Jacques Offenbach (1819−1880)
Fernand de La Tombelle, 1890 (Wikimedia Commons Public Domain)
Fernand de la Tombelle (1854−1928)