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Anton Bruckner: Messe e-Moll & Motetten / "Bruckners Welt"

Anton Bruckner: Messe e-Moll & Motetten /

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Neben seinen Symphonien ist Anton Bruckner vor allem für seine geistlichen Werke bekannt: die packenden Messen und die innigen A-cappella-Motetten. Auf der neuen CD von BR-KLASSIK präsentieren der Chor des Bayerischen Rundfunks und das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Peter Dijkstra anlässlich des Bruckner-Jahres 2024 dessen Messe Nr. 2 zusammen mit fünf bekannten Motetten sowie den beiden kurzen Aequale für drei Posaunen von 1847. Die aktuellen Studioaufnahmen entstanden in Zusammenhang mit dem Eröffnungskonzert der Saison 2023/2024 vom 28. Oktober 2023. Auf einer zweiten CD bietet die Werkeinführung Bruckners Welt von Markus Vanhoefer nicht nur eine bloße Einführung in die eingespielten Werke, sondern auch eine ausführliche Beschreibung von Leben und Schaffen des bedeutenden Spätromantikers.

Durch die Uraufführung von Bruckners ohne Auftrag entstandener Messe Nr. 1 d-Moll am 20. November 1864 im Alten Dom zu Linz und eine Wiederholung im Linzer Redoutensaal war der Komponist einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden und Bischof Franz Joseph Rudigier hatte eine zweite Messe beim ihm in Auftrag gegeben. Bruckner schrieb das Werk von August bis November 1866. Die Messe sollte zur Weihe der Votivkapelle des Neuen Domes uraufgeführt werden, die aufgrund von Verzögerungen bei den Bauarbeiten erst am 29. September 1869 stattfinden konnte. Auch die Messe Nr. 2 e-Moll für achtstimmigen gemischten Chor und Bläserensemble wurde ein großer Erfolg, den Bruckner als „herrlichsten seiner Lebenstage“ bezeichnete. Die ungewöhnliche Besetzung verdankt sich dem Anlass und Aufführungsort auf dem Bauplatz unter freiem Himmel (die neue Kapelle hatte sich für den Chor als zu klein erwiesen). Die besondere Spannung des Werks resultiert aus den exponierten Gegensätzen zwischen archaisch-psalmodischer Einstimmigkeit und einer streng polyphonen, dem Vorbild Palestrinas verpflichteten Satzstruktur, die mit der „modern“ geführten Bläserbegleitung in flächiger, romantisch getönter Harmonik verbunden ist.

Die Uraufführung der zwischen 1876 und 1882 gründlich revidierten zweiten Fassung der Messe Nr. 2 fand im Rahmen des Linzer Diözesanjubiläums am 4. Oktober 1885 im Alten Dom statt und war wieder ein überragender Erfolg. Bruckner stand „bei der Orgel mit verzückten, gegen die Wölbung des Domes gerichteten Augen und seine Lippen bewegten sich in stillem Gebete“.

Bruckners geistliche Motetten „Ave Maria“ (WAB 6), Locus iste (WAB 23), Virga Jesse (WAB 52), Os justi (WAB 30) und Christus factus est (WAB 11) sind geprägt vom katholischen Gottesdienst und den Kirchenräumen, die Bruckner von Kindheit an eine Heimat waren: 1837 war der 13-Jährige als Sängerknabe ins Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian bei Linz aufgenommen worden; von 1848 bis 1855 wirkte er dort als Stiftsorganist. Seine Religiosität und frühe Prägung sorgten dafür, dass er sich zunächst als Kirchenmusiker verstand, bevor er sein Schaffen in Richtung der Symphonik weitete – in deren Klangarchitektur aber auch die Orgel hörbar ihren Widerhall fand.

Mitwirkende

Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester

Peter Dijkstra, Leitung

Mai 2024
BR-KLASSIK 2CD 900940

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