Markus Blecher © BR/Markus Konavlin

Markus Blecher

Posaune

Markus Blecher ist Posaunist und seit 1987 Mitglied im Münchner Rundfunkochester.

Markus Blecher wurde 1963 in Usingen im Taunus geboren. Nach Abschluss der Ausbildung zum Maschinenschlosser und dem Fachabitur begann er 1983 mit dem Musikstudium am Konservatorium für Musik und Theater in Wiesbaden bei Joachim Tobschall. 1986 wechselte er dann an die Staatliche Hochschule für Musik in Würzburg zu Hans Rückert.

Seine erste Orchesterstelle erhielt er 1987 als Bassposaunist am Nationaltheater Mannheim, aus der er noch im selben Jahr zum Münchner Rundfunkorchester wechselte.

Ab 1990 war Markus Blecher gut zehn Jahre lang Dozent für Posaune am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg [später Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg bzw. Universität Augsburg]. 1991 erhielt er den Ersten Preis beim ersten Internationalen Bassposaunenwettbewerb der International Trombone Association in Detmold.

Markus Blecher ist seit 1993 Mitglied im Datura-Posaunenquartett. Diesem Ensemble gehören außer ihm noch Stefan Geiger (Soloposaunist im NDR Elbphilharmonie Orchester und Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg), Oliver Siefert (Soloposaunist im hr-Sinfonieorchester und Professor an der Hochschule für Musik in Frankfurt a.M.) sowie Uwe Schrodi (Posaunist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) an.

Interview mit Markus Blecher

Damien Lindgard, Markus Blecher und Andreas Moser. 3. Mittwochskonzert 2023/2024: Viva Puccini, 07. Februar 2024. © BR/Markus Konvalin

Markus Blecher im Mittwochskonzert „Viva Puccini“
Februar 2024 © BR/Markus Konvalin

Markus Blecher, bevor Sie Berufsmusiker wurden, haben Sie eine Ausbildung zum Maschinenschlosser absolviert. Stammen Sie aus einer Handwerker- oder aus einer Musikerfamilie?

Keines von beiden, aber mein Vater hat von Jugend an in einem Posaunenchor [Blechbläserensemble] Trompete gespielt. Tagsüber arbeitete er im Büro; abends von sechs bis sieben setzte er sich bei uns zuhause im Kinderzimmer auf einen Hocker unter der Lampe und übte. Wir waren fünf Kinder: zwei Mädchen und drei Buben. Und das Jungszimmer, wo er spielte, war am weitesten von den Nachbarn entfernt. Eines Tages – ich war ungefähr elf – musste ich mich auf den Stuhl setzen und die ersten Versuche auf der Trompete starten. Wir Kinder sollten alle ein Instrument lernen, und mein Vater sorgte dafür, dass wir von Anfang an guten Unterricht bekamen. Als ich mit sechzehn die Schule mit der mittleren Reife abgeschlossen hatte, war ich soweit, dass man die Laufbahn als Berufsmusiker in Erwägung ziehen konnte. Aber wie heißt es so schön: erst einmal etwas „Anständiges“ lernen! Nach drei Jahren Ausbildung zum Maschinenschlosser habe ich das Fachabitur gemacht, um Maschinenbau zu studieren. In meiner früheren Firma bot man mir einen Arbeitsplatz an, aber ich habe mich für das Studium der Posaune entschieden. Das war meinem Vater zuerst nicht so recht, denn ich streckte ja noch die Füße unter seinen Tisch. Aber er merkte dann schon, dass ich auf dem richtigen Weg bin: Mit knapp 24 Jahren bekam ich meine Stelle beim Münchner Rundfunkorchester.

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