Mario Martos Nieto © BR/Markus Konavlin

Mario Martos Nieto

Trompete
Solo

Seit Juli 2016 ist Mario Martos Nieto Solotrompeter beim Münchner Rundfunkorchester.

Seinen ersten Trompetenunterricht erhielt Mario Martos Nieto, der 1992 in Madrid geboren wurde, im Alter von acht Jahren. Nach dem Abitur 2010 begann er sein Studium am Real Conservatorio Superior de Música in Madrid bei Enrique Rioja. 2012/2013  nahm er am Erasmus-Austauschprogramm teil und wurde von Hans Gansch an der Universität Mozarteum Salzburg ausgebildet. Ab 2014 belegte er den Masterstudiengang bei Andreas Öttl.

Erste Orchestererfahrung sammelte der junge Musiker im Nationalen spanischen Jugendorchester und im Schleswig-Holstein Festival Orchester. Als Aushilfe war er u.a. im Orquesta Nacional de España, im Orquesta Sinfónica de Madrid, im Orchestra del Teatro alla Scala in Mailand und im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Von 2015 bis 2016 war er Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und bekam Trompetenunterricht von Gábor Tarkövi.

Mario Martos Nieto wurde mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. So gewann er 2016 den 3. Preis beim Wettbewerb des Prager Frühlings und 2014 den 2. Preis beim Concorso Città di Chieri in Italien; bereits 2012 wurde ihm bei den International Trumpet Days in Tallinn (Estland) der 1. Preis zugesprochen. Meisterkurse besuchte er u.a. bei Maurice André und Håkan Hardenberger.

Seit 1. Juli 2016 ist er Solotrompeter beim Münchner Rundfunkorchester.

Interview mit Mario Martos Nieto

Mario Martos Nieto, Sie sind in der Nähe von Madrid aufgewachsen. Wie kamen Sie zu Ihrem Instrument, der Trompete?

Meine Eltern haben gemerkt, dass ich viel gesungen habe. Ab dem Alter von sechs Jahren besuchte ich deshalb an der Musikschule einen allgemeinen Unterricht mit Solfège [Übungen zum Singen der Tonhöhen], Gesang und Tanz. Ich wollte gern Klavier lernen, kannte aber natürlich nicht viel mehr als Flöte, Geige oder Klavier. Dann kamen einige Lehrer, um ihre Instrumente vorzustellen, und der Trompetenlehrer spielte die Titelmelodie aus dem Film Superman. Ich war total begeistert, nur meine Mutter war anfangs etwas erschrocken … Mit acht Jahren habe ich schließlich mit der Trompete begonnen. Als ich älter war und mehr geübt habe, gab es manchmal Ärger mit den Nachbarn, und ein paar Mal kam die Polizei. Aber mein Vater hat das immer gut gemanagt.

Wann fiel die Entscheidung, dass Sie Berufsmusiker werden wollen?

Mit zwölf oder dreizehn Jahren war ich bei einer Meisterklasse von Maurice André, einem der bedeutendsten Trompeter des 20. Jahrhunderts. Es waren sehr viele Teilnehmer da, aber er wollte, dass ich ihm vorspiele, weil ich der Jüngste war. Seitdem hatte ich den Wunsch, Trompeter von Beruf zu werden, aber ganz klar war es für mich erst mit sechzehn oder siebzehn. Eine Zeit lang habe ich mit dem Gedanken gespielt, parallel Physik und Trompete zu studieren. Doch schließlich fand ich, dass das Musikstudium allein genug ist, denn man muss viel üben.

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