Marc Ostertag © BR/Markus Konavlin

Marc Ostertag

Horn

Marc Ostertag gehört seit 1997 der Gruppe der Hornisten im Münchner Rundfunkorchester an.

Marc Ostertag wurde 1975 in München geboren und erhielt seit 1982 Hornunterricht bei Otto Schmitz. Gleich mehrfach erspielte er sich Erste Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert (1987, 1991, 1993).

Beim vierten Konzert internationaler junger Solisten des EBU-Arbeitskreises für Kinder und Jugendliche in Helsinki war er 1987 Vertreter der Bundesrepublik Deutschland, und 1988 ehrte man ihn mit dem Dritten Preis beim Musikwettbewerb Pacem in terris in Bayreuth. 1989 erfolgte die Ehrenanerkennung beim Internationalen Rundfunkwettbewerb concertino praga, und er trat als Jungstudierender der Klasse von Otto Schmitz an der Hochschule für Musik und Theater München bei.

1994 legte Marc Ostertag das Abitur am Pestalozzi-Gymnasium in München ab und war Vertreter der Bundesrepublik Deutschland beim europäischen Konzert der Jeunesses Musicales in Ljubljana und Maribor. Im selben Jahr nahm er an der Hochschule für Musik und Theater München sein Vollstudium bei Otto Schmitz auf, das er 1999 abschloss.

Während des Studiums war er ab 1994 ein halbes Jahr lang Stellvertretender Solohornist im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck sowie ab 1996 einige Monate Stellvertretender Solohornist am Teatro la Fenice in Venedig, außerdem Stipendiat der Orchesterakademie München e.V.

Marc Ostertag gehört seit 1997 der Gruppe der Hornisten im Münchner Rundfunkorchester an.

Kammermusikalisch engagiert er sich im Münchner Bläserquintett, das auch zu den Finalisten beim ARD-Musikwettbewerb gehörte und Preisträger weiterer internationaler Wettbewerbe war. Aktuell spielen in diesem Ensemble neben Marc Ostertag weitere Mitglieder des Münchner Rundfunkorchesters.

Interview mit Marc Ostertag

Marc Ostertag, Sie erhielten mit sieben Jahren ersten Hornunterricht und gewannen in der Folge dreimal den Ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. War es Ihnen von Anfang an ernst mit dem Instrument?

Ja, Musik spielt in meiner Familie eine große Rolle: Mein Großvater mütterlicherseits, Otto Schmitz, war Solohornist an der Bayerischen Staatsoper und Professor an der Münchner Musikhochschule; mein Onkel, Rainer Schmitz, hat bei ihm studiert und ist heute Hornist an der Staatsoper. Ich habe das Hornspiel bei meinem Opa relativ früh auf professionellem Niveau erlernt, durfte bald selbst in Konzerten spielen und zum Beispiel auch bei der Kirchenmusik in St. Michael mitwirken, dies seit mittlerweile fast 35 Jahren. Meine Mutter ist ausgebildete Pianistin und hat mich anfangs immer begleitet. Mein Vater, ein Jurist, hat Geige gespielt. Musik war also zuhause von Anfang an präsent.

Sie waren schon als Jugendlicher musikalisch in anderen Ländern unterwegs. Wie haben Sie das empfunden?

Mit zehn oder elf Jahren wurde ich über Jugend musiziert und den Deutschen Musikrat zu einem Konzert der Europäischen Rundfunkunion EBU in Helsinki eingeladen, um den deutschen Nachwuchs zu repräsentieren. Später war ich im Rahmen der Jeunesses musicales in Ljubljana und Maribor dabei. Damals habe ich es einfach genossen, auf diese Weise europaweit Musiker kennenzulernen. Erst nach und nach wird einem bewusst, dass die Musik auch Brücken bauen kann. So sind das Münchner Rundfunkorchester und der BR-Chor übermorgen mit I due Foscari in Budapest und im Februar 2019 mit berühmten Opernchören in Zagreb zu Gast. Unter Musikern ist es üblich, dass die Kolleginnen und Kollegen von überallher kommen – da gibt es keine Grenzen.

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