Franz Kanefzky © BR/Markus Konavlin

Franz Kanefzky

Horn

Franz Kanefzky ist Hornist im Münchner Rundfunkorchester und auch als Komponist tätig.

Franz Kanefzky wurde 1964 im Augsburger Landkreis geboren. Im Alter von zwölf Jahren begann er mit dem Hornspiel und zeitgleich mit dem Verfassen eigener Kompositionen. Sein Studium als Hornist absolvierte er am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg. 1986 trat er in das Orchester des jetzigen Staatstheaters Nürnberg ein. 1991 wechselte er zum Münchner Rundfunkorchester.

Kompositorisch ist Franz Kanefzky in vielen Genres heimisch: Werke für Orchester, Kammermusik, Chorstücke und Instrumentalkonzerte gehören ebenso zu seinem Schaffen wie Filmmusik, Schauspielmusiken, Werke für Alphorn oder Brass-Symphonien und erscheinen in diversen Verlagen.

Seine Kinderkonzerte Helden auf dem Notenblatt, Großvater erzählt, Don Quichotte oder Mut beginnt ganz oft im Kleinen, Ein Orchester – gut in Form!, Der Zaunkönig und die silberne Flöte sowie Eine Weihnachtsbotschaft oder Süßer die Trommeln nie klingen (viele davon vom Münchner Rundfunkorchester uraufgeführt) runden sein Œuvre ab und werden von vielen Orchestern ebenfalls zur Aufführung gebracht.

Mehr Informationen unter kinderkonzerte.jimdo.com

Interview mit Franz Kanefzky

3. Mittwochskonzert 2021/2022: Zauber schöner Melodien © BR/Astrid Ackermann

Franz Kanefzky im Mittwochskonzert „Zauber schöner Melodien“
© 2022 BR/Astrid Ackermann

Franz Kanefzky, im Alter von zwölf Jahren begannen Sie mit dem Hornspiel wie auch mit dem Verfassen erster Kompositionen. Wurde Ihnen diese Doppelbegabung in die Wiege gelegt?

Ich glaube tatsächlich, dass einem einiges in die Wiege gelegt wird, ohne dass man weiß, warum. In meiner Heimatgemeinde Altenmünster (Landkreis Augsburg) hatte ich damals eigentlich nur die Alternative, Fußball zu spielen oder Musik zu machen. Ich war kein guter Fußballer, aber das Erlernen eines Instruments – zunächst der Trompete − fiel mir leicht. In der Blaskapelle war ich schnell einer der besten. Der Leiter, ein Trompeter vom Augsburger Stadttheater, hat mir das Tor zur Musik geöffnet und war mein Mentor: ein gestandener Bayer, der von der Trompete und vom Orchesterleben erzählte. Ich habe also auf meinem Instrument geübt, wollte aber auch Eigenes schaffen. Das war ein inneres Bedürfnis – so wie Kinder gerne Bilder malen und dabei ihre Kreativität entdecken. Mich hat das eigenständige Zusammenstellen von Tönen fasziniert und seitdem nicht mehr losgelassen.

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