Adam Florian © BR/Markus Konavlin

Florian Adam

Oboe
Stellv. Solo

Florian Adam wurde 1971 in München geboren und ist seit 2002 Mitglied im Münchner Rundfunkorchester.

Ersten Oboenunterricht erhielt er im Alter von 13 Jahren bei Michael Untch an der Jugendmusikschule in Wangen/Allgäu. Bereits vor dem Abitur wurde er am Konservatorium in Bern als Jungstudent von Hans Elhorst aufgenommen, bei dem er später an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau sein Hauptstudium begann.

Während des Zivildienstes erhielt er Unterricht bei Dieter Salewski vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Weitere entscheidende Anregungen erhielt er dann schließlich während seines viereinhalbjährigen Studiums nebst Aufbaustudium bei Klaus Becker an der Musikhochschule Hannover. Verschiedene Meisterkurse, etwa bei Maurice Bourgue, rundeten seine Ausbildung ab.

Florian Adam begann seine Orchesterlaufbahn als Zweiter Oboist/Englischhornist im Orchester der Beethovenhalle Bonn, war Solo-Englischhornist im WDR Sinfonieorchester Köln sowie Englischhornist/Oboist im Münchner Rundfunkorchester, wo er seit Beginn der Saison 2010/2011 als Stellvertretender Solooboist tätig ist.

Mit dem Orchester der KlangVerwaltung unter Enoch zu Guttenberg war Florian Adam vielfach bei der Matthäus-Passion sowie im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zu hören, aber auch im Rahmen der Herrenchiemsee-Festspiele, beim Rheingau Musikfestival oder auf Konzertreisen im In- und Ausland.

Interview mit Florian Adam

Florian Adam. 3. Mittwochskonzert 2021/2022: Zauber schöner Melodien © BR/Astrid Ackermann

Florian Adam am Englischhorn im Mittwochskonzert „Zauber schöner Melodien“
Februar 2022 © BR/Astrid Ackermann

Florian Adam, was bedeutet Musik für Sie persönlich?

Musik ist für mich die Ausdrucksform schlechthin. Abgesehen davon, dass ich sie zu meinem Beruf gemacht habe, kann ich mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Ich höre zwar nicht laufend Musik, aber doch relativ häufig. Mit jeder Lebensphase verbinde ich bestimmte Werke: zum Beispiel meine Jugend mit Barockmusik, weil ich in dieser Zeit viel Barockmusik gespielt habe. So versetzen mich Stücke, die ich in einer gewissen Lebensphase gehört habe, dahin zurück, wenn ich sie wiederhöre – ähnlich, wie Gerüche das tun. Ich habe Phasen, in denen mir jeweils eine Art von Musik besonders gut gefällt. Die höre ich dann „endlos“: beim Autofahren, zuhause, auch beim Einschlafen … Gerade habe ich den Pianisten Wilhelm Kempff für mich entdeckt. Ich habe mir so ziemlich alle Aufnahmen von ihm besorgt und bin gerade an den Beethoven-Sonaten sowie Schubert und Brahms dran.

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