Elmar Spier © BR/Markus Konavlin

Elmar Spier

Posaune
Solo

Elmar Spier ist Soloposaunist und seit 2003 Mitglied im Münchner Rundfunkorchester.

Elmar Spier stammt aus Enkirch an der Mosel und begann im Alter von neun Jahren, Posaune zu spielen. Bereits vor seinem Abitur wurde er Jungstudent an der Musikhochschule in Köln (Abteilung Aachen). Nach acht Semestern Hauptstudium in Aachen wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater München zu Wolfram Arndt, wo er auch sein Diplom ablegte. Es folgte ein Aufbaustudium in Hannover bei Jonas Bylund. 1997 gewann Elmar Spier mit dem Posaunenquartett Trombomania den Jan-Koetsier-Förderpreis sowie ein Stipendium der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz in Mainz. Er war Mitglied im Bundesjugendorchester, in der Jungen Deutschen Philharmonie, im Schleswig-Holstein Festival Orchester und im Jeunesses Musicales World Orchestra.

Nach einem Praktikum an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf erhielt er ein zweijähriges Stipendium der Karajan-Stiftung. In diesem Rahmen musizierte er bei den Berliner Philharmonikern unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Lorin Maazel und James Levine und gastierte u.a. in Rom, Wien, Luzern, Edinburgh und London sowie bei den Salzburger Festspielen.
Außerdem wirkte Elmar Spier in renommierten Klangkörpern wie dem NDR Sinfonieorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayerischen Staatsorchester, den Bamberger Symphonikern, den Sankt Petersburger Philharmonikern und dem Orchester der KlangVerwaltung unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg mit.

Ab 2001 war Elmar Spier Soloposaunist im Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. 2003 kam er als Stellvertretender Soloposaunist zum Münchner Rundfunkorchester, und seit 2007 ist er hier als Soloposaunist verpflichtet.
Überdies ist er Lehrbeauftragter für Posaune am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Interview mit Elmar Spier

Elmar Spier, viele Blechbläser in der Klassik kommen über die Blasmusik zu ihrem Instrument. Wie war’s bei Ihnen?

Das war bei mir auch so. Im Musikverein meines Heimatortes in Rheinland-Pfalz wurde jedes Jahr aktiv Nachwuchs gesucht. In dem Jahr, in dem ich begonnen habe, waren vor allem Posaunen gefragt. Da meine beiden älteren Schwestern bereits Saxofon und Klarinette gewählt hatten, kam es mir sehr entgegen, ein anderes Instrument zu spielen. So entschied ich mich für die Posaune.

Was bedeutete Musikverein in diesem Fall? Sie stammen ja aus Enkirch, einem idyllischen Weinort an der Mosel …

Der Musikverein war ein symphonisches Blasorchester, wie man es in Bayern auch kennt. Zum Repertoire gehörte Stimmungsmusik ebenso wie anspruchsvolle konzertante Stücke. Schon mit zehn Jahren war ich anlässlich von Weinfesten bei Auftritten im Festzelt mit dabei, die oft bis spät in die Nacht gingen. Wir probten jeden Dienstag und es war ein sehr geselliges Miteinander.

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