Andreas Moser © BR/Markus Konavlin

Andreas Moser

Pauke & Schlagzeug

Seit 1992 ist Andreas Moser Schlagzeuger im Münchner Rundfunkorchester.

Zunächst studierte der gebürtige Tiroler aus Steinberg am Rofan Klavier bei Bojidar Noev und Schlagzeug bei Wolf-Dieter Köhler am Konservatorium Innsbruck. Anschließend setzte er sein Schlagzeugstudium bei Arnold F. Riedhammer am Richard-Strauss-Konservatorium in München fort. Noch während der Ausbildung wurde er Mitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München.

Seit 1992 ist Andreas Moser Schlagzeuger im Münchner Rundfunkorchester.

Als Solist trat er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Berliner Sinfonie-Orchester auf. Seine stilübergreifenden Fähigkeiten hat er immer wieder in verschiedenen Klassik- und Jazzformationen bewiesen. Ein besonderes Anliegen ist ihm das Musizieren in Kammermusikbesetzungen, etwa im Schlagzeugduo MuniCussion zusammen mit Jörg Hannabach.

Besondere Projekte beim Münchner Rundfunkorchester waren u.a. „Schlagzeug & Co.“ (eine Präsentation der Schlaginstrumente mit Orchester), die Uraufführung von Franz Kanefzkys Don Quichotte de la Mancha, einer Suite für Schlagzeug-Duo und Orchester, wobei er auch den Part des Moderators bzw. des Don Quichotte übernahm, sowie die Video-Podcast-Serie „Mitten im RO“, in der die verschiedenen Instrumentengruppen vorgestellt werden.

Interview mit Andreas Moser

1. Mittwochskonzert 23-24: La vie en rose © BR/Ralf Wilschewski

Andreas Moser im Mittwochskonzert „La vie en rose“
© 2023, BR/Ralf Wilschewski

Andreas Moser, Ihr Heimatort Steinberg am Rofan in Tirol wirbt damit, das „schönste Ende der Welt“ zu sein …

Ja, damit ist eigentlich schon alles gesagt: ein kleines Bergbauerndorf auf über 1000 Meter Höhe mit momentan 290 Einwohnern. Davon sind ungefähr dreißig bei der Blaskapelle! Ich komme aus einer musikaffinen Familie: Mein Vater war Kapellmeister und Chorleiter, meine Mutter Direktorin der Grundschule und Organistin. Natürlich gab es auch ein Klavier im Elternhaus, auf dem meine Geschwister und ich von meiner Mutter eingeführt wurden. Ich habe mich auf die verschiedensten Instrumente gestürzt, aber das Klavier war zentral. Parallel dazu habe ich in der Blasmusik gespielt, auch schon am Schlagzeug. Die Ausbildung hat sich allerdings auf zwei, drei Stunden beschränkt, und mein Vater hat mir gezeigt, wie man bei einem Marsch oder einer Polka anfängt und aufhört und wie der Nachschlag funktioniert.

Wie kam es zu der Entscheidung, Schlagzeug zu studieren?

Mein ältester Bruder war in Innsbruck bei der Militärkapelle; ich wollte auch dorthin und habe ein Vorspiel auf dem Schlagzeug absolviert. Auf die Frage, was ich denn noch könne, habe ich geantwortet: Akkordeon – und dass ich zusammen mit anderen oder auch allein spielen könne. Ich befürchte, dass meine damalige Verpflichtung als Schlagzeuger auch auf meine Fähigkeiten auf dem Akkordeon zurückzuführen ist. Das war der Lohn dafür, dass ich mich sehr breit orientiert hatte. In dieser Zeit habe ich dann am Konservatorium in Innsbruck die Aufnahmeprüfung im Fach Klavier bestanden. Im zweiten Studienjahr gab es die Möglichkeit, ein Zusatzfach zu belegen. Ich dachte mir: Regelmäßiger Schlagzeugunterricht wäre mal ganz interessant. Mein Lehrer hat dann ziemlich auf die Tube gedrückt. Ich habe in beiden Fächern die Staatliche Lehrbefähigungsprüfung gemacht und anschließend am Richard-Strauss-Konservatorium in München weiter Schlagzeug studiert.

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