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StartseiteHome „Ritter Rost“ live im Konzert

„Ritter Rost“ live im Konzert

Ritter Rost (Archiv des BR)

„Ritter Rost auf Schatzsuche“

Ein symphonisches Erlebnis für GroSS und Klein

Tief im Fabelwesenwald steht sie, die berühmte eiserne Burg von Ritter Rost. Hier starten die Abenteuer des Ritters, die er nur mit der Hilfe von Burgfräulein Bö und dem Drachen Koks meistern kann. In der neuen Episode begibt er sich mit Unterstützung des Münchner Rundfunkorchesters auf eine Schatzsuche, die ihn in ein Wunderland voller Seejungfrauen, Nussknacker, Propellernasenelefanten und vom Heuschnupfen geplagten Hummeln führt. Wird der Ritter Rost seine Schatzkiste finden? Ist Reichtum überhaupt das größte Glück der Welt? Oder sind es die Naschsachen? Ist es die Ordnung? Oder ist es etwas doch die stinkende Sandale des Julius Cäsar? Das Münchner Rundfunkorchester lässt das Abenteuer mit den Originalstimmen der bekannten Buchreihe im Circus-Krone-Bau in München lebendig werden.

Ein spannendes Konzerterlebnis für die ganze Familie mit Kindern ab 6 Jahren!

Zum Konzerttermin

Interviews: Die „Erfinder“ von „Ritter Rost“

Material zum Mitsingen

Ritter Rost - Münchner Bücherschau (C) Constanze Straub
Bei der Münchner Bücherschau hat Autor Jörg Hilbert das neueste Abenteuer von „Ritter Rost“ vorgestellt.

DAS Konzert:

Samstag, 15. Juli 2017 – 14.00 Uhr im Circus-Krone-Bau
Dauer: 70 Minuten
(Die Aufführung um 16.30 Uhr entfällt.)

Mit dabei sind die Originalstimmen von Ritter Rost:

Ritter Rost & Drache Koks: Felix Janosa
Burgfräulein Bö: Patricia Prawit
Fährmann, Hummel, Käpt’n: Dieter Brink
Erzähler: Jörg Hilbert
Gitarre: Ulrich Graner
E-Bass: Albert Frasch
Schlagzeug: Andreas Moser
Klavier: Fritz Schwinghammer
Leitung: Tom Bitterlich

Karten:

Online buchen oder telefonisch über BRticket, Tel. 0800-5900 594 (gebührenfrei)

 

 

Die „Erfinder“ von Ritter Rost

Interview mit dem Komponisten Felix Janosa

Felix Janosa

Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren?

Erst Archäologe. Dann Chemiker.

Wer hat Ihr Interesse an Musik geweckt?

Als ich noch ganz klein war, eine Dixieland-Band auf der Insel Borkum, später die Beatles, Beethoven und Frank Zappa.

Welches ist Ihr Lieblingsinstrument?

Die Trompete. Weil sie mir als Wunschinstrument in der Jugend verweigert wurde und ich nur Klavierunterricht bekam.

Sind Sie schon einmal mit einem Orchester aufgetreten?

Ja klar! Nicht nur als „Ritter Rost“-Interpret, sondern auch als Pianist mit symphonischem Jazz.

Wie war das für Sie, Ihre „Ritter Rost“-Musik für ein ganzes Orchester zu arrangieren?

Normal, denn ich bin ja Komponist, das ist mein Handwerk.

Ist Ihnen auf der Bühne schon einmal etwas Komisches passiert?

Auftritte sind selten NICHT komisch, aber die Zuschauer merken zum Glück das Allerwenigste von dem, was hinter den Kulissen oder auf der Bühne an Quatsch passiert − und wie sich die Musiker gegenseitig auf die Schippe nehmen. Denn besonders bei wiederholten Vorstellungen kommen Musiker natürlich auf dumme Ideen und werfen zum Beispiel Kollegen, die ein Blasinstrument spielen, Kaugummi ins Instrument, vertauschen Notenblätter oder versuchen ihre Kollegen durch Grimassen aus dem Konzept zu bringen. Selbst der Dirigent merkt nicht alles, was da an Albernheiten passiert.

Welche Figur der „Ritter Rost“-Geschichten gefällt Ihnen am besten?

Der Drache Koks − den singe ich ja auch selbst!

Steckt ein bisschen Ritter Rost auch in Ihnen selbst?

Nein, ich denke und hoffe nicht. Diese Frage müsste aber eigentlich Jörg Hilbert beantworten, der ja die Figuren der Reihe erfunden hat.

Welche Musik − abgesehen von „Ritter Rost“ − hören Sie?

Musik der Wiener Klassik, also zum Beispiel Werke von Haydn, Mozart und Beethoven; außerdem alles aus dem 20. Jahrhundert, Jazz und gute Pop- und Rockmusik. Ich höre NICHT: Country & Western, Rap und Helene Fischer.

Was möchten Sie den Besucherinnen und Besuchern der Ritter Rost-Konzerte unbedingt noch sagen?

Die vier Aufführungen im Circus-Krone-Bau sind wohl eine der wenigen Möglichkeiten, den „Ritter Rost“-Erfinder und -Zeichner Jörg Hilbert, Patricia Prawit (als Burgfräulein Bö), Dieter Brink (der Mann, der alle anderen Rollen singt) und mich (als Koks und Ritter in einer doppelten Gesangsrolle) gemeinsam auf der Bühne zu sehen – und das mit solch einem fantastischen Orchester!

Interview mit dem Autor und Zeichner Jörg Hilbert

Wie kam Ihnen die Idee zu „Ritter Rost“?

Der Ritter Rost ist aus den Geschichten hervorgegangen, die ich mir mit meinen Brüdern ausgedacht habe, wenn wir nachts im Bett nicht schlafen konnten. Meistens spielte dabei eine Burg eine Rolle – und viele Fantasiewesen. Zunächst habe ich mir Koks ausgedacht; der Ritter Rost und das Burgfräulein Bö kamen dann später hinzu. Ich habe die Geschichte immer wieder überarbeitet. Die erste Fassung entstand in meinem ersten Studienjahr 1987. Erschienen ist sie dann aber erst 1994.

Was ist das Besondere an den Geschichten rund um „Ritter Rost“?

Der Ritter Rost ist immer ein bisschen gegen den Strich gebürstet. Seine verrückte Welt eignete sich offenbar nicht besonders für das zuckersüße und weichgespülte Marketing, das üblicherweise mit erfolgreichen Kinderbuchfiguren veranstaltet wird. Die Geschichten wenden sich auch nicht unbedingt an eine bestimmte Altersgruppe: Es gibt mindestens so viele 3-Jährige, die Ritter Rost mögen, wie es 33-Jährige und 103-Jährige gibt – wobei ich als eigentliche Zielgruppe schon Kinder im Grundschulalter betrachte. Das wirklich Besondere an Ritter Rost ist jedoch die Musik dazu von Felix Janosa: Man kann sie auf den CDs hören, die den „Ritter Rost“-Büchern beiliegen. Sie ist in jeder Hinsicht besonders − und gefällt auch den Eltern.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Felix Janosa? Entwickeln Sie die Ideen zu neuen Geschichten mit ihm gemeinsam?

Wir arbeiten sehr eng zusammen und stimmen jeden Schritt untereinander ab: Zuerst mache ich einen groben Entwurf der Geschichte. Wenn der gut ist, entstehen als Nächstes schon die Liedtexte. Falls Felix Janosa damit zufrieden ist, schreibe ich die Geschichte fertig und zeichne die Bilder dazu, während er die CD produziert.

Ist Ihnen auf der Bühne schon einmal etwas Komisches passiert?

Ich habe schon mehrfach meinen Text vergessen und spontan ein kleines Theaterstück daraus gemacht, was dann immer besonders lustig wurde.

Welche Figur der „Ritter Rost“-Geschichten gefällt Ihnen am besten?

Mies, der Werwolf − denn den darf auf den CDs immer ich singen und sprechen. Ansonsten sind Koks, Bö und „Rösti“ zusammengenommen so ähnlich wie ich. Von allen dreien habe ich etwas in mir.

Spielen Sie ein Instrument?

Ich habe im Laufe meines Lebens eine ganze Reihe von Instrumenten gelernt. Seit etwa zehn Jahren habe ich aber meine eigentliche instrumentale Bestimmung gefunden, nämlich die Laute. Ich habe eine ganze Reihe von höchst unterschiedlichen Lauteninstrumenten, mit denen ich Sänger begleite, in Orchestern mitspiele oder einfach zu Hause vor mich hin klimpere, um mich zu entspannen. Keine Musik berührt einen annähernd so wie die, die man selber macht. Und da ist es übrigens ganz egal, wie gut oder schlecht man es kann.

Was lesen Sie − abgesehen von „Ritter Rost“ − gerne?

Meine große Liebe gilt Dichtern wie William Shakespeare, Heinrich Heine, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky oder Erich Kästner. Ansonsten lese ich gerne Biografien und Geschichtliches – vor allem Kulturgeschichtliches.

Warum machen Sie ausgerechnet Kinderbücher?

Kinderbücher – mache ich das überhaupt? Oder mache ich nicht einfach nur diejenigen Bücher, die ich machen will und die sich eher zufällig für Kinder eignen? Ich glaube, so ist es eigentlich, weil ich unserer Welt meine eigene freundlich-versponnene und meinetwegen auch naive Wirklichkeit entgegensetzen möchte, die frei ist vom Zwang, cool, angepasst und erfolgreich sein zu müssen. Stattdessen ist sie offen, verspielt, absichtslos und kaum zielorientiert. Man kann darin gleichzeitig Philosoph und Dadaist sein. Alle Traurigkeit darin ist so echt und unmittelbar herzverbunden wie auch die Freude.

Wollten Sie auch mal Bücher gezielt für Erwachsene machen?

Nein. Ich müsste mich dafür ja viel zu sehr verstellen!

Konzerte zum Mitsingen

Das Publikum darf bei den Songs „Tief im Fabelwesenwald“ und „Gaius Julius Cäsar“ mitsingen. Wer vorab schon üben möchte, kann sich die Aufnahmen mit den Singstimmen anhören und die Notenblätter zur Hilfe nehmen.

„Tief im Fabelwesenwald“

Notenblatt von „Tief im Fabelwesenwald“

„Tief im Fabelwesenwald“ mit Singstimme:

„Tief im Fabelwesenwald“ ohne Singstimme (Playback):

 

„Gaius Julius Cäsar“

Notenblatt von „Gaius Julius Cäsar“

„Gaius Julius Cäsar“ mit Singstimme:

„Gaius Julius Cäsar“ ohne Singstimme (Playback):